Am Mittwoch, 06.02.2019 ist Rossmarkt und daher unterrichtsfrei! Der Unterricht wird am Samstag, 16.03.2019 nachgeholt.

Staatliche Realschule Berching
Uferpromenade 14
92334 Berching
Tel.: 08462 905517
Fax: 08462 905519

Neue Buslotsen ausgebildet

Die Buslotsen warten mit ihren leuchtend gelben Westen an der Haltestelle der Realschule auf die einfahrenden Busse und passen auf, dass die Schüler sicher in den Bus gelangen. Die Aus- und Weiterbildung der Schulwegbegleiter führten die Polizeioberkommissare Herr Schlaffer und Herr Quaas von der Polizeiinspektion Neumarkt durch. Neben der Sicherung der Bushaltestelle zur Fahrbahn hin und dem Einsteigen in den Bus wurden die Buslotsen auch über das Verhalten in Konfliktsituationen geschult.

Christian Kastl

 

Werke statt Worte

„Werke statt Worte“ war auch in diesem Jahr wieder das Motto, unter dem die Schüler*innen der Realschule Berching zahlreiche Pakete für bedürftige Kinder packten und nach Vukovar (Bosnien) schickten. Organisiert wird der Transport der Weihnachtsgeschenke schon seit mehreren Jahren von Josef Pickl und Rudolf Karg, welche die kunstvoll verzierten Pakete mit einem Kleintransporter an der Realschule abholten. Um den Menschen dort auch wirklich helfen zu können, kamen in die Pakete vor allem Lebensmittel für den täglichen Gebrauch. Daneben trennten sich die Berchinger Realschüler*innen auch von einigen ihrer liebgewonnenen Spielsachen, Malbüchern und Kuscheltieren, um den bosnischen Kindern eine persönliche Freude zum Fest zu machen. Neben den Klassen, die unter Anleitung ihrer Religions- und Klassenlehrer jeweils mindestens zwei Päckchen zusammenstellten, gingen noch ein Kicker und eine Tischtennisplatte aus dem Bestand der Realschule auf die weite Reise nach Vukovar.

Ein Zaubermärchen auf Reisen

So könnte man es in etwa bezeichnen, wenn die Neue Werkbühne München mit ihrem Stück „Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch“ von Michael Ende an bayerische Schulen kommt. Eine Station der Schauspieler war auch die Realschule Berching. Dort präsentierten die Akteure den fünften und sechsten Klassen eindrucksvoll, dass das Zaubermärchen des Autors nichts von seiner Aktualität verloren hat. Nur wenn man zusammenarbeitet, und sei man auch noch so unterschiedlich wie im Stück der Rabe und der Kater, ist es sogar möglich, das schlimmste Unheil abzuwenden. Den Schüler*innen wurde aber nicht nur die inhaltliche Botschaft deutlich vor Augen geführt, sondern genauso, wie man mit einfachen Mitteln eine äußerst unterhaltsame Theatervorführung auf eine kleine Bühne in der Turnhalle zaubern kann. Mit vielen unterschiedlichen Bühnenbildern, eingespielter Musik und einfallsreichen Kostümen wurden die Kinder in eine Fantasiewelt versetzt, die aber mehr mit der Realität zu tun hatte, wie manch einer zu Beginn glauben mochte.

Bundesweiter Vorlesetag

Frau Wagner liest eine Geschichte aus einem sehr interessanten Buch vor und die Schüler lauschen ganz andächtig ihren Worten. Frau Wagner liest vor? Die macht doch normalerweise Mathe!? Aber nicht am vergangenen Freitag, denn da stand der Bundesweite Vorlesetag an, an dem sich die Kolleg*innen wie jedes Jahr sehr gerne beteiligten und den Jugendlichen aus ihren Lieblingsbüchern vorlasen. So wurde so manche Klasse in der ersten Stunde von ihrem Lehrer überrascht, als es nicht um Mathe, Physik oder Englisch ging, sondern um Sagen, Krimis oder gar Liebesromane. Jeder hat ja da seine eigenen Vorlieben. Einige Lehrkräfte wählten auch von Frau Edbauer empfohlene Bücher aus der Schulbibliothek, welche die Schüler*innen jederzeit ausleihen können, wenn ihre Neugier durch den Vorlesetag geweckt wurde. Und genau um diese Neugier auf das Medium Buch soll es ja letztendlich gehen, denn es ist längst nicht mehr selbstverständlich, dass Kinder in ihrer Freizeit regelmäßig lesen. Deswegen ist für die Realschule Berching der Bundesweite Vorlesetag neben vielen anderen Bausteinen der Leseförderung ein willkommener Anlass, um dieses wichtige Anliegen einmal mehr in den Mittelpunkt zu rücken: Den Kindern und Jugendlichen Freude am Lesen zu vermitteln und einen Beitrag zu leisten, die Lesekompetenz jedes einzelnen zu stärken. Ein herzliches Dankeschön geht dabei an alle Kollegen, die sich als Vorleser zur Verfügung gestellt und den Schüler*innen einmal mehr gezeigt haben, wie spannend und interessant die Welt der Literatur sein kann.

Bewerbung per Whats App?!

Einige Eltern schüttelten verwundert den Kopf, als unser Berufsberater Herr Bernreuther ihnen diese tagesaktuelle Zeitungsmeldung präsentierte. In Zeiten des Fachkräftemangels greifen Unternehmen immer häufiger zu ungewöhnlichen und kreativen Methoden, um Personal für sich zu gewinnen. Die überaus rosige Lage am Ausbildungsmarkt belegen auch Statistiken der Bundesagentur für Arbeit. In den vergangenen Jahren wurde es leichter, einen Ausbildungsplatz zu finden. Nicht leichter hingegen wurde die Entscheidung für einen Ausbildungsberuf. Zahlreiche Erziehungsberechtigte der 9. Jahrgangsstufe folgten nicht zuletzt aus diesem Grund der Einladung zum Informationsabend zur Berufsorientierung. Zunächst stellte Studienrätin Cornelia Kupsch die vielfältigen schulischen und beruflichen Möglichkeiten nach dem Abschluss der Realschule vor. Neben der klassischen Berufsausbildung im Dualen System, dem Besuch einer Berufsfachschule oder der Fachoberschule (FOS) gibt es auch „Kombimodelle“, die es ermöglichen, einen Beruf zu erlernen und parallel die Fachhochschulreife zu erwerben. Für diese und viele weitere Chancen, die der Erwerb der Mittleren Reife mit sich bringt, legte Frau Kupsch kompetent Voraussetzungen, Ablauf und Anschlussmöglichkeiten dar. Gilt doch im bayerischen Schulsystem das Motto „Kein Abschluss ohne Anschluss“. Entscheidet man sich jetzt für eine Berufsausbildung gibt es auch nach deren Abschluss verschiedene Möglichkeiten des Erwerbs eines höheren Bildungsabschlusses. Ebenfalls wurde deutlich, dass die in der 6. Klasse getroffene Entscheidung für eine Wahlpflichtfächergruppe keine endgültige Festlegung für eine bestimmte berufliche Richtung darstellt. Herr Bernreuther von der Agentur für Arbeit vermittelte im Anschluss auf humorvolle Weise, wie Eltern ihre Kinder bei der Berufswahl unterstützen können, wie man vorgeht um zu einer Entscheidung zu kommen, ob es Einschränkungen zu beachten gilt und welche Termine unbedingt einzuhalten sind. Hierfür erhielten die Eltern auch zahlreiche Materialien. Darüber hinaus gewährte Herr Bernreuther Einblick in seine Tätigkeit als Berufsberater und schilderte anschaulich, auf welche Art und Weise er die Schüler*innen bei der Suche nach dem für sie richtigen Beruf unterstützen kann.

 Daniela Haas

 

Telefon, Haarspray, Musikinstrument – wofür entscheidest du dich?

Ein wenig überrascht waren die Schüler*innen der 9. Klassen schon, als unser Berufsberater Herr Bernreuther mit einem großen Wäschekorb voll mit verschiedensten Gegenständen ihr Klassenzimmer betrat. Schließlich erwarteten sie von ihm Informationen zur Berufswahl und keine Spielkiste. Schnell wurde das Geheimnis gelüftet: jeder durfte sich einen Gegenstand aussuchen, der entweder etwas mit seinem Berufswunsch zu tun hatte oder einen Bereich verkörperte, für den er sich überhaupt nicht interessiert. In einem offenen Gespräch begründeten die Schüler*innen nicht nur die Wahl ihres Gegenstands, sondern erfuhren auch die Unterstützungsmöglichkeiten durch Herrn Bernreuther, wichtige Termine und welche Strategien es gibt, seinen Traumberuf zu finden. Dabei stellte unser Berufsberater folgende Behauptung auf: „Es gibt nur einen Beruf, der der richtige ist.“ Nach kurzer Irritation wurde den Jugendlichen schnell klar, was er damit meinte. Der richtige Beruf ist derjenige, der zu einem passt, einem Spaß macht und den man bis zum Renteneintritt ausüben möchte. Dabei beruhigte er diejenigen, die noch unschlüssig sind, welcher Beruf ihnen gefallen würde. Zum jetzigen Zeitpunkt befinden sich die Schüler*innen noch in der Informations- und Orientierungsphase. Durch verschiedene Veranstaltungen, die Thematisierung im Unterricht, individuelle Beratungsgespräche und mithilfe von Betriebspraktika sollte es jedem bis zum Ende der 9. Klasse gelingen, eine konkrete Vorstellung von seiner beruflichen Zukunft zu haben.

Daniela Haas

Fünf kleine Schritte zum Frieden

Zwei Friedensforscher kommen auf die Erde und stellen schnell fest, dass es auf diesem Planeten nicht weit her ist mit dem Frieden. Sei es im Straßenverkehr, im Klassenzimmer, ja sogar in der Familie. Aber diesen Zustand hinzunehmen, kann keine Option sein. In anschaulicher Art und Weise zeigte das Theaterprojekt „Eukitea“ aus Diedorf bei Augsburg anhand von zwei Jugendlichen (Viola und Philipp), wie man ein friedvolles Zusammenleben in der Gesellschaft oder auch im Privaten umsetzen und gestalten kann. Prinzipiell wären es nur fünf einfache Schritte, die, würden sie von allen Menschen berücksichtigt und weitergetragen, schnell zu einer friedvollen Welt führen. Mit sich selbst im Reinen zu sein (Schritt 1), stellt die Basis dar, sich einen Verbündeten zu suchen (Schritt 2), um in einem dritten Schritt seinen Frieden in eine ganze Gruppe zu tragen. Dazu gehören vor allem Mut, Selbstbewusstsein und Vertrauen, denn nur so kann man auf andere zugehen und ihre Herzen gewinnen. Aber nicht nur der mitmenschliche Umgang, sondern auch die Wertschätzung der Natur (Schritt 4) ist ein wichtiger Bestandteil der Friedensbotschaft der beiden Forscher. Den Schülern wurde schnell bewusst, dass eigentlich sie es sind, die die Aufgabe haben, diese Botschaft in die ganze Welt (Schritt 5) hinauszutragen.

Bei diesem vom Kultusministerium unterstützten Projekt ging es in erster Linie darum, zur Friedensbildung und Toleranzförderung der Jugendlichen beizutragen. Am darauffolgenden Tag fanden für die Schüler*innen begleitend zum Theaterstück Workshops statt. Darin wurde durch verschiedene (Körper-)Übungen verdeutlicht, wie gut sich Frieden anfühlt und die praktische Umsetzung im Alltag eingeübt.

 

Demenz – der Radiergummi im Kopf

 

In Deutschland leiden über 1,6 Millionen Menschen an einer Demenz und jedes Jahr erhöht sich die Anzahl der Betroffenen um ca. 40.000 Menschen. Nach offiziellen Vorausberechnungen der Bevölkerungs-entwicklung und Krankheitszahl könnte sich diese Anzahl auf rund 3 Millionen Betroffene im Jahr 2050 erhöhen, sofern kein Durchbruch in der Prävention und der Diagnose in den nächsten Jahren gelingt.

Das  entspräche ca. 100 Neuerkrankungen pro Tag. Eine Demenzerkrankung in der Familie oder dem Freundeskreis stellt eine große Herausforderung für alle daran Beteiligten, Angehörige sowie Pflegekräfte, dar. Um Kinder an die Thematik des wirren Vergessens heranzuführen, hat die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. ein jugendgerechtes Konzept entwickelt, das in einer interaktiven Veranstaltung genauer über die Demenzerkrankungen aufklären sowie Hilfestellungen und Unterstützungsmöglichkeiten im Umgang mit betroffenen Personen an die Hand geben möchte.

Zu diesem Zweck kamen Julia Nägele sowie Silvia Alzinger von der Geschäftsstelle der AOK Neumarkt an die Realschule Berching und brachten die fachkundige Referentin Christina Derr von der Ingenium-Stiftung aus Ingolstadt mit, die in ihrem Vortrag sowohl auf einzelne Aspekte der Demenzerkrankung als auch auf interessierte Schülerfragen, die während des Vortrags immer wieder gestellt wurden, sachkundig gleichermaßen einging.  Da die Realschule Berching seit nunmehr 19 Jahren eine enge Kooperation mit dem Seniorenheim der Caritas am Ort unterhält, war auch der Leiter dieses Heimes, Gerhard Binder, anwesend. In etwa zwei Drittel der Schüler*innen der achten Klassen hatten bereits in den sechsten Klassen Erfahrungen mit Demenzerkrankten gewonnen, wobei sie sich freiwillig ein Schuljahr lang einen Nachmittag um Senioren im hiesigen Altenheim kümmerten, mit ihnen redeten, spielten, ihnen vorlasen oder auch für sie zu musizierten. Daher kannten sie die Verhaltensauffälligkeiten Demenzkranker aus eigenem Erleben sehr gut.

Frau Derr erläuterte zunächst die verschiedenen Formen einer Demenz, da nur in etwa zwei Drittel der Fälle eine wirkliche Alzheimererkrankung  des Betroffenen vorliegt. Hierbei unterschied sie zwischen primären und sekundären Demenzen, die unterschiedlichste Ursachen haben können und  durch aufwändige Tests im Ausschlussverfahren diagnostiziert werden. Einige dieser Tests führte sie, zur Verblüffung der interessierten Schüler im Klassenverband durch. Im Anschluss daran ging sie auf den Verlauf von Demenzerkrankungen ein, die letztendlich zum Tode führen. Auch erläuterte sie, in welcher Welt Demenzerkrankte zu leben scheinen, wenn sie sich beispielsweise im Spiegel betrachten oder in ihrem Gehirn wieder „ein Buch umgefallen“ ist und ein Lebensjahrzehnt an Erinnerungen verloren gegangen ist, sodass sie sich um Jahre zurückversetzt, beispielsweise in ihrer Jugendzeit, wähnen. Die Jugendlichen erhielten abschließend konkrete, nützliche Tipps im Umgang mit Demenzerkrankten, die diese in ihren Familien selbst bei Bedarf anwenden können. Auch hilfreiche Adressen und Internetquellen sowie Zusatzbroschüren wurden zum Abschluss an die Schüler*innen verteilt, die sich sehr positiv zu dem Workshop äußerten und sich bei der Referentin sowie den AOK-Mitarbeitern mit großem Applaus bedankten.
Beate Burkhardt