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Erfolgsmodell – Altenheimprojekt


Bereits seit nunmehr 17 Jahren kooperieren das ortsansässige Caritas – Altenheim St. Franziskus unter der Leitung von Gerhard Binder und die Realschule Berching, wenn es darum geht, alten Menschen im Herbst ihres Lebens eine Freude zu bereiten. Auch in diesem Schuljahr 20016/17 erklärten sich wieder 29 motivierte Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen und fünf Schülerinnen und Schüler der siebten Klassen bereit, freiwillig nachmittags einmal in der Woche das Altenheim aufzusuchen, um dort auf den Stationen gemeinsam die Pflegekräfte vor Ort in ihrer Arbeit zu unterstützen und sich auch selbstständig um die Senioren zu kümmern, ihnen vorzulesen oder gemeinsam mit ihnen Spiele zu spielen.
Zu Beginn des Projekts erfolgt stets ein ausführlicher Rundgang durch das komplett renovierte Gebäude, wobei der engagierte Altenheimleiter, Herr Binder, alle Räumlichkeiten, die nun auf den neuesten Stand der Gebäudetechnik gebracht wurden, genauestens erklärt, damit sich die Schüler darin schnell zurechtfinden können. Im Anschluss daran werden die Schülerinnen und Schüler in Zweier- bzw. Dreiergruppen älteren Menschen auf den verschiedenen Stationen an unterschiedlichen Wochentagen zugeordnet, um die sie sich dann ein ganzes Jahr lang einmal in der Woche intensiv kümmern sollen. Aufgrund des großen Schülerandrangs musste diese Tätigkeit dieses Jahr auf ein halbes Jahr beschränkt werden, da die Pflegekräfte nicht soviele Schüler gleichzeitig vor Ort mitbetreuen können. Einmal in der Woche findet hierzu auch eine ausführliche Pausenbesprechung mit der betreuenden Lehrkraft statt, die den Schülern erklärt, was Demenz oder eine Alzheimererkrankung eigentlich bedeutet, wie sie sich bemerkbar macht und welche Auswirkungen diese Krankheiten haben können oder auf was im Umgang mit älteren, gebrechlichen Menschen im Allgemeinen genauestens zu achten ist, sowohl im körperlichen Umgang mit diesen als auch auf psychischer Ebene. Doch das vorrangigste Ziel des Projekts ist es, dass die Schüler eine Beziehung zu den ihnen anvertrauten Senioren aufbauen, die beide Seiten gleichermaßen bereichert und ihnen zeigt, dass der letzte Lebensabschnitt genauso zum Leben gehört wie der erste und dass die Jüngeren sehr viel von den Älteren lernen können, denn diese waren Zeitzeugen der Geschichte und nichts ist interessanter als Geschichte aus erster Hand zu erfahren und nicht nur aus dem Geschichtsbuch!
Zudem bietet das Projekt ein erstes Hineinschnuppern in soziale Berufe, welches den jugendlichen Teilnehmern schon früh ermöglicht , herauszufinden, ob sie sich eine Tätigkeit in diesem Bereich überhaupt zutrauen würden. Gerade als Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage fühlen wir uns verpflichtet, den Schülern Werte wie Menschenfreundlichkeit und Nächstenliebe bereits in diesem frühen Alter nahezubringen, denn die Zukunft beginnt mit der Jugend von heute!